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"Kontraste" Ausstellung Februar 2020

Aktualisiert: Jan 24

Die zweite Kunstaustellung der Contemporary Gallery CH in Murten beschäftigt sich visuell mit dem weitreichenden und komplexen Thema „Kontraste“. Zwei junge Künstlerinnen werden vorgestellt: Salomé Würsch aus Salvenach und Eugènie Guichert aus Südfrankreich. Grundsätzlich lässt sich Kontrast als Dualismus oder Polarität beschreiben. Zwei Pole, die im Gegensatz zueinander stehen. Beide Künstlerinnen verarbeiten Gegensätzlichkeiten in ihrer Bildersprache und zusätzlich steht ihre Malerei im Kontrast zueinander.

Eugènie Guichert als Künstlerin des gemalten Camera obscura zeigt den Dualismus zwischen Schwarz und Weiß auf. Camera obscura, lateinisch übersetzt dunkler Raum, stellt den Beginn der Fotografie dar. Vor einem lichtdichten dunklen Raum mit einem kleinen Loch steht ein stark beleuchteter Gegenstand, der durch das Loch auf die Fläche der dunklen Kammer spiegelverkehrt projiziert wird. Auf dem Schwarz erscheint eine helle Abbildung. Eugènie Guichert setzt diesen Effekt in der linearen Frontalperspektive mit dem Pinsel um. Aus dem lichtschluckenden Schwarz malt sie insbesondere helle Silhouetten von Menschen in unterschiedlichen Gemütszuständen und Alltagsituationen. Menschen, die durch den Effekt der camera obscura nur durch die Skizzierung ihrer Linien in einer Art Privatheit und so ihrer Intimität verbildlicht werden. Der Grundsatz lautet: Durch Reduktion zur wahrhaftigen Abbildung finden.

Die Malerin Salomé Würsch beschäftigt sich dagegen mit dem Kontrast

im gesamten Farbspektrum. Die Gegensätzlichkeit erscheint damit weich und fließend. Ihre Farbgrundlage ist dabei, konträr zu Guichert, nicht schwarz sondern weiß. Sie verschwinden nicht in das mystische Innere eines Raumes, sondern eröffnen einen offenen Raum von Freiheit, der Farbspiele fließend ineinander übergehen lässt. Schwarze Linien dienen nur noch zur Strukturgebung der Komposition, sowohl innerhalb des Gemäldes als auch als Rahmen, die den Anschein von Druckerschwärze ähnlich einer Lithografie geben. Diese härteren Strukturen treten in ein Zusammenspiel mit der Weichheit der hellen Farben, die sich teilweise wiederum mit gedruckten Buchstaben verbinden und so direkt wörtlich zum Betrachter sprechen. Die Natur und die expressionistische Übertragung von Gefühlsebenen sind das Leitthema von Salomé Würsch.

Der Kontrast wird somit bildhaft innerhalb eines jeden Gemäldes als auch in der Bildersprache der Künstlerinnen zueinander. Die Grundlage von Schwarz bei Eugènie Guichert steht diametral zur weißen Grundlage von Salomé Würsch: der Kontrast zwischen dem Inneren und Äußeren.

Die Ausstellung dauert vom 14.02.2020 bis 18.04.2020.

Die Vernissage wird am 14.02.2020 von 19.00 bis 22.00 sein.

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